Vergleich

Lohnbuchhaltung intern oder ausgelagert: Der Kostenvergleich

Lohnbuchhaltung Outsourcing oder intern, der Vergleich in einem Satz: Ab wenigen Mitarbeitenden kostet die interne Lösung mit Fachperson, Software und Treuhänder pro Lohnabrechnung ein Mehrfaches eines Fixpreises, weil die Fixstunden für Meldungen und Gesetzesänderungen unabhängig von der Firmengrösse anfallen. Intern lohnt sich erst, wenn eine Payroll-Stelle ohnehin ausgelastet ist oder die Lohnarten so speziell sind, dass kein Standard passt.

Lohnbuchhaltung Outsourcing im Vergleich: der Überblick

Eine interne Lohnbuchhaltung besteht aus drei Teilen, die oft getrennt betrachtet werden: einer Fachperson, die Lohnlauf, Mutationen und Meldungen erledigt, einer Lohnsoftware mit Lizenz und Updates, und einem Treuhänder für Jahresabschluss, Deklarationen und Spezialfälle wie Quellensteuer oder Expats. Beim Payroll-Outsourcing ersetzt ein Fixpreis pro Lohnabrechnung diese drei Posten. Der Vergleich lohnt sich, weil ein grosser Teil der internen Kosten nicht mit der Anzahl Mitarbeitender wächst, sondern fix ist.

KriteriumInternPayroll-OutsourcingHinweis
Wer rechnet abEigene Fachperson, Treuhänder für den AbschlussRM Payroll, feste SpezialistinVier-Augen-Prinzip beim Outsourcing
SoftwareEigene Lizenz, Updates, Swissdec-ZertifizierungEigener Abacus-Mandant, Betrieb inklusiveKeine eigene Lizenz nötig
KostenStunden, Lizenz, TreuhänderhonorarCHF 32 pro Abrechnung, CHF 25 pro Person für den JahresabschlussRichtwerte
ArbeitgeberSieSieKein Unterschied; anders beim Payrolling
ZahlungAus Ihrem KontoAus Ihrem Konto, nach Ihrer FreigabeZahlungsdatei pain.001 zur Kontrolle
AusfallrisikoFerien, Krankheit, Kündigung der FachpersonTeam mit StellvertretungHäufigster Auslöser für den Wechsel
WechselaufwandEntfälltRund 30 Tage, auch unter dem JahrParallellauf beim ersten Lohnlauf

Absicherung: Fehler, Meldungen und Wissen

Lohnbuchhaltung ist Pflichtarbeit mit Fristen: AHV/IV/EO, ALV, BVG, UVG, KTG, FAK und Quellensteuer müssen angemeldet, abgerechnet und gemeldet werden, am Jahresende kommen Lohnausweise, Lohndeklarationen und das Lohnjournal für die Revision dazu. Intern hängt die Qualität an einer Person und daran, ob sie Gesetzesänderungen, neue Grenzwerte und Tarifcodes verfolgt. Die Sätze ändern sich regelmässig, etwa der maximal versicherte UVG-Verdienst von CHF 148’200 oder die BVG-Eintrittsschwelle von CHF 22’680.

Beim Outsourcing prüft ein Team jede Abrechnung im Vier-Augen-Prinzip, und die Lohnmeldungen gehen Swissdec-zertifiziert an Ausgleichskasse, Versicherer und Steueramt, was Übertragungsfehler ausschliesst. Für die eigene Arbeit haftet der Dienstleister im Rahmen des Mandatsvertrags. Welche Lohnarten das Jahr über zu berücksichtigen sind, zeigt die Seite Lohnabrechnung verstehen. Was die Zertifizierung bedeutet, erklärt Swissdec.

Kosten: Rechenbeispiel mit 25 Mitarbeitenden

Das Rechenmodell von RM Payroll geht für die interne Lösung von 0.75 Stunden pro Lohnabrechnung aus, dazu 8 Fixstunden pro Monat für Meldungen, Abstimmungen und das Aktualisieren des Sozialversicherungswissens, bei Vollkosten von CHF 65 pro Stunde. Die Lohnsoftware kostet CHF 1’800 pro Jahr plus CHF 60 pro Mitarbeitenden, der Treuhänder CHF 2’500 plus CHF 80 pro Mitarbeitenden. Beim Outsourcing gilt der Fixpreis von CHF 32 pro Abrechnung und CHF 25 pro Mitarbeitenden für den Jahresabschluss. Alle Werte sind Richtwerte.

PositionIntern pro JahrOutsourcing pro Jahr
Fachperson (321 Stunden × CHF 65)CHF 20’865im Fixpreis
Lohnsoftware (1’800 + 25 × 60)CHF 3’300im Fixpreis
Treuhänder (2’500 + 25 × 80)CHF 4’500im Fixpreis
300 Lohnabrechnungen × CHF 32CHF 9’600
Jahresabschluss 25 × CHF 25CHF 625
TotalCHF 28’665CHF 10’225
Pro LohnabrechnungCHF 95.55CHF 34.08

Das Outsourcing liegt in diesem Beispiel 64 Prozent unter der internen Lösung. Der Abstand ist bei kleinen Firmen am grössten: Mit 5 Mitarbeitenden kostet intern rund CHF 14’165 pro Jahr, das Outsourcing CHF 2’045, weil die 8 Fixstunden pro Monat auch bei 60 Abrechnungen anfallen. Mit 50 Mitarbeitenden stehen rund CHF 46’790 gegen CHF 20’450, mit 100 Mitarbeitenden rund CHF 83’040 gegen CHF 40’900. Der interaktive Vergleich mit Ihrer Mitarbeiterzahl steht auf der Seite Payroll-Outsourcing, die Preise unter Preise.

Zwei Hinweise zur Fairness des Modells: Wer eine HR-Fachperson ohnehin beschäftigt und ihr die Payroll nur als Teilaufgabe gibt, rechnet die Stunden mit, nicht die ganze Stelle. Und wer bereits eine Lohnsoftware nutzt, kann den Lizenzposten tiefer ansetzen. Die Fixstunden für Meldungen und das Aktuellhalten des Wissens bleiben in jedem Fall.

Aufwand und Risiko

Aufwand pro Monat

Intern kostet ein Lohnlauf Zeit für Mutationen, die Abrechnung selbst, Rückfragen der Mitarbeitenden und die Meldungen an Kassen und Versicherer. Beim Outsourcing bleiben zwei Aufgaben: Mutationen melden, in MyAbacus oder per E-Mail, und die Zahlungen freigeben. Zahlungsdatei und Lohnliste kommen zur Kontrolle, die Löhne gehen erst nach Ihrer Freigabe im E-Banking raus. Lohnabrechnungen und Lohnausweise liegen für die Mitarbeitenden im Portal.

Personenrisiko

Der häufigste Grund für den Wechsel ist nicht der Preis, sondern der Ausfall: Die Payroll-Person geht in Pension, kündigt oder fällt länger aus, und niemand kennt das System. Beim Outsourcing übernimmt ein Team mit Stellvertretung; RM Payroll übernimmt einen laufenden Mandanten innert 30 Tagen, auch mitten im Jahr. Das zweite Risiko ist der Datenschutz: Lohndaten gehören zu den sensibelsten Personendaten. Intern wie extern braucht es Zugriffsregeln und Protokollierung; was das Datenschutzgesetz verlangt, steht unter Datenschutz bei Lohndaten.

Flexibilität: Lock-in und Wachstum

Eine Sorge beim Outsourcing ist die Abhängigkeit. Entscheidend ist, wem der Mandant gehört: Beim Modell mit eigenem Abacus-Mandanten laufen Daten und Lizenz auf Ihren Namen, Geschäftsleitung, Treuhänder und Revisionsstelle haben Lesezugriff, und beim Wechsel wird der Mandant samt Lohnjournal und Stammdaten übergeben. Das ist dieselbe Flexibilität wie bei einer eigenen Software, ohne eigene Lizenz.

Beim Wachstum skaliert der Fixpreis pro Abrechnung mit; eine zusätzliche Stelle wird erst nötig, wenn die Lohnadministration so gross oder so speziell ist, dass sie eine eigene Funktion rechtfertigt. Auch die Kombination ist möglich: Festangestellte über Payroll-Outsourcing, externe Fachkräfte über Payrolling, bei dem RM Payroll Arbeitgeber ist, mit einer Ansprechperson und einem Portal. Den Unterschied der beiden Modelle beschreibt die Seite Für Unternehmen.

Wann intern, wann Outsourcing

Intern passt, wenn

  • eine Payroll-Fachperson bereits vorhanden und mit der Lohnadministration ausgelastet ist,
  • die Lohnarten sehr speziell sind, etwa Schichtmodelle, Akkord oder Branchenlösungen ausserhalb der Büroberufe,
  • Lohndaten aus Gründen der Governance das Haus nicht verlassen dürfen,
  • die Stellvertretung intern geregelt ist und das Wissen auf mehr als einer Person liegt.

Outsourcing passt, wenn

  • Sie 5 bis 250 Mitarbeitende haben: zu klein für eine eigene Payroll-Stelle, zu gross, um den Lohnlauf nebenbei zu machen,
  • Sie als Start-up erste Mitarbeitende anstellen und noch kein HR haben,
  • Sie die Schweizer Tochter eines ausländischen Konzerns sind und Swiss Payroll mit Reporting an die Zentrale brauchen,
  • Ihre Payroll-Person geht und niemand das System übernehmen kann.

Nächster Schritt

Rechnen Sie Ihre Zahl durch: Mitarbeitende, Lohnarten, Kantone. Auf der Seite Payroll-Outsourcing zeigt der Kostenvergleich für Ihre Mitarbeiterzahl, was intern und was ausgelagert kostet; für eine Offerte mit Fixpreis pro Lohnabrechnung genügt eine Anfrage über Kontakt, die Antwort kommt innert 24 Stunden.

Quellen

Zahlen, Sätze und Rechtsaussagen auf dieser Seite stammen aus den folgenden Quellen. Rechenbeispiele und Sätze 2026 basieren auf dem Lohnrechner von RM Payroll; alles andere auf den genannten Gesetzen, Behörden und Verbänden. Zuletzt geprüft am 22. Oktober 2026.

  1. RM Payroll, Payroll-Outsourcing: Kostenvergleich
  2. Swissdec, Lohnstandard-CH (ELM) (swissdec.ch)
  3. Obligationenrecht (OR), Pflichten des Arbeitgebers bei Lohnabrechnung und Lohnausweis (fedlex.admin.ch)

Häufige Fragen

Vergleich: kurz beantwortet.

Was kostet eine Lohnabrechnung intern im Vergleich zum Outsourcing?

Nach dem Rechenmodell von RM Payroll mit 25 Mitarbeitenden kostet die interne Lösung rund CHF 28'665 pro Jahr oder rund CHF 96 pro Lohnabrechnung: Fachperson, Lohnsoftware und Treuhänder zusammen. Das Payroll-Outsourcing liegt bei CHF 32 pro Abrechnung und CHF 25 pro Mitarbeitenden für den Jahresabschluss, rund CHF 10'225 pro Jahr. Alle Werte sind Richtwerte und hängen von Ihren Lohnarten ab.

Bleibe ich beim Payroll-Outsourcing Arbeitgeber?

Ja. Beim Payroll-Outsourcing bleiben Sie Arbeitgeber mit eigenen Arbeitsverträgen, eigenen Sozialversicherungsanschlüssen und eigenem Konto. RM Payroll führt die Lohnbuchhaltung in Ihrem Namen auf einem eigenen Abacus-Mandanten; Sie melden Mutationen und geben die Zahlungen frei. Das unterscheidet Outsourcing vom Payrolling, bei dem RM Payroll Arbeitgeber der Fachkraft ist.

Wie lange dauert der Wechsel von der internen Lohnbuchhaltung?

In der Regel 30 Tage. Stammdaten und kumulierte Lohnwerte werden aus dem bisherigen System übernommen, die Sozialversicherungsanschlüsse abgestimmt und der erste Lohnlauf parallel zum alten geführt. Ein Wechsel ist auch unter dem Jahr möglich; ideal ist der Jahreswechsel, weil dann keine kumulierten Werte übertragen werden müssen.

Wem gehören die Lohndaten beim Outsourcing?

Ihnen. Der Abacus-Mandant läuft auf Ihren Firmennamen, Ihre Daten sind von anderen Kunden getrennt, und Geschäftsleitung, Treuhänder und Revisionsstelle haben Lesezugriff in MyAbacus. Bei einer Kündigung wird der Mandant samt Lohnjournal und Stammdaten als Abacus-Export oder Standarddatei übergeben. Betrieb, Lizenz und Updates von Abacus sind im Preis enthalten.

Experten anstellen, ohne eigene Lohnadministration.

RM Payroll ist rechtlicher Arbeitgeber, Sie erhalten eine Rechnung pro Monat – GAV-konform, mit Bewilligung.